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wie strukturiere ich einen Businessplan?

aus aktuellem Anlass möchte ich euch heute mal ein wenig was über unseren Businesplan und die Struktur verraten. Es ist wohl ganz natürlich, dass im Laufe der Zeit die Geschäftsidee wächst und gedeiht. Aus diesem Grund muss auch der Businessplan hin und wieder angepasst werden.

Business Plan workover
Quelle: RestaurantCoachingSolutions [12.03.2009]

Für einen selber spielt die Struktur keine entscheidende Rolle. Er ist “nur” die Niederschrift der Geschäftsidee und Leitfaden zum Ziel. Ist man jedoch daran interessiert an Businessplan – Wettbewerben teilzunehmen oder sich bei einer Bank um eine Finanzierung zu bewerben sollte der Businessplan einem roten Faden folgen, logisch und schlüssig aufgebaut sein.

Über den idealen Aufbau und Struktur könnte man sicherlich Stunden diskutieren und man würde nie auf eine Einigung kommen. Wir wollen euch einfach mal unsere Sicht der Dinge und Struktur unseres Businessplans aufzeigen. Dabei folgt der Aufbau einem roten Faden und erzählt eine kleine Geschichte und soll den Leser auf unsere Reise durchs Unternehmen mitnehmen und letztendlich auch von der Idee begeistern.

An erster Stelle steht das sogenannte [1] Executive Summery (also eine Zusammenfassung des gesamten Businessplans auf maximal 2 Seiten). Ihr solltet diesen Teil erst ganz am Ende verfassen, wenn alle anderen Unterpunkte fertig ausformuliert sind. Letztendlich entscheiden diese paar Seiten darüber, ob ein möglicher Investor / Bank überhaupt den Rest eures Plans lesen – denn ihr seid sicherlich nicht die einzigen, welche eine Förderung / Finanzierung beantragt haben.

Nun habt ihr den Investor erstmal von der groben Idee überzeugt. Dieser wird sich nun Fragen, wer sind denn eigentlich die Gründer und bringen diese auch die nötigen Kompetenzen mit, um mit dem Geld zu haushalten bzw. es an den richtigen Stellen einzusetzen! Es folgt also die [2] Vorstellung des Unternehmens und Gründungsteam. Dazu gehört auch, wie man überhaupt auf die Idee gekommen ist, welche Stärken und Schwächen haben die einzelnen Gründer und auch wie sie sich ihre zu gründende Unternehmung vorstellen (Rechtsform, Entscheidungskompetenzen).

Jetzt sollte für alle klar sein, dass ihr die Fähigkeiten besitzt ein Unternehmen zu gründen und auch eure Ziele erreichen werdet. Sehr gut! Dann kommt jetzt ein ganz wichtiger Teil:
[3] Geschäftsmodell
Dieses Kapitel würde ich auch systematisch nach folgenden Aspekten aufbauen.

  • [3.1] Was macht ihr um Geld zu verdienen?
  • [3.2] Wie sehen die einzelnen Geschäftsprozesse aus?
  • [3.3] Warum macht ihr das – welcher Nutzen ergibt sich für den Kunden?
  • [3.4] aktueller Entwicklungsstand

In diesem Kapitel ist es sehr wichtig, dass ihr eure Geschäftsmodell so einfach wie möglich präsentiert, dass es jeder versteht. Das bedeutet, dass ihr am Besten viele Grafiken oder Ablaufpläne verwenden solltet. Die wichtigsten Punkte sind, dass die die Fragen “was, wie und warum machen wir das?” beantwortet. Der aktuelle Entwicklungsstand hat nicht den gleichen Stellenwert.

Jetzt haben wir die gesamte interne Sicht betrachtet. Das reicht aber noch nicht – jedem stellt sich jetzt die Frage, wie sieht es denn im [4] Markt und Wettbewerb aus? Eine gute Idee ist ja nicht so viel wert, wenn sie nur das 10te CopyCat von einer anderen Idee ist, welche leider das Ziel verfehlt hat. Um einen Überblick zu bekommen sollten wir eine [4.1] Marktanalyse durchführen. Da es sehr schwer ist gleich auf dem ganzen Markt zu agieren ist es vorteilhaft eine [4.2] Marktsegmentierung vorzunehmen. Dadurch können wir nun gezielt herausarbeiten wer eigentlich unsere Kunden und damit unsere [4.3] Zielgruppen sind. Der nächste Schritt ist das Ausfindigmachen der [4.4] Konkurrenz. Wie ist sie aufgestellt, welche Marktanteile hat sie schon. Aus deser umfassenden Analyse können wir letztendlich unsere [4.5] Wettbewerbsvorteile herausarbeiten. Also damit unsere Existenz legitimieren – aufgrund unserer USP (Unique Selling Proposition).

So weit, so gut! Jetzt wissen wir, wer unsere Kunden sind und welche Interessen sie haben. Aber damit haben wir sie noch lange nicht für uns gewonnen. Das nächste Kapitel beschäftigt sich also mit dem großen Thema [5] Marketing. Hier haben wir keine best-practice Gliederung. Auf jeden Fall solltet ihr hier erwähnen, mit welchen Marketinginstrumenten ihr die einzelnen Marktsegmente ansprechen wollt. Ein genaues Marketingkonzept würde ich trotzdem getrennt nochmal anfertigen.

Lasst mich kurz zusammenfassen, was wir jetzt schon erreicht haben und wo wir uns auf dem roten Faden befinden:

  • Geschäftsidee ist positiv angekommen
  • Team ist kompetent
  • Geschäftsmodell so weit schlüssig
  • Kunden ausfindig gemacht
  • Kunden erflolgreich akquiriert

Was jetzt noch fehlt, ist ja wie wir mit den nun gewonnen Kunden auch Geld verdienen können. Der nächste Abschnitt dreht sich also um die [6] Monetarisierung. Wie verdienen wir nun wirklich Geld. In diesem Punkt solltet ihr konkrete Preismodelle entwickeln. Dazu gibt es eine Menge Strategien zur Preisbildung. Versucht doch auch Anreizsysteme zu schaffen, um den Kunden zu einem dauerhaften Kaufen anzuregen. Naja, ich bin sicher, dass ihr dort schon sehr gute Konzepte entwickeln werdet.

So langsam kehren wir wieder zu unserem Unternehmen zurück und beschreiben unter [7] Unternehmensorganisation. Das heißt, wie wird die Unternehmung genau aussehen, wie viele Mitarbeiter wird es geben. Wollt ihr eine Unternehmenskultur, -ethik oder Werte mit in eure Zielsetzung aufnehmen. Wo wollt ihr gründen und wie sieht die Geschäftsführung aus.

Schlussendlich ist für die Umsetzung einer Idee auch die Wirtschaftlichkeit wichtig. Das heißt, in der [8] Finanz- und Umsatzplanung solltet ihr detailiert aufschreiben, wo ihr Gelder herbekommt und auch eure Entwicklung finanziert. Des Weiteren sollte eine erwartete Umsatzplanung von etwa 3 bis 5 Jahren ausgearbeitet werden. Plant eher ein wenig pessimistischer, als das euch dann nachher irgendwo Gelder fehlen!

Danke, dass ihr diesen langen Artikel gelesen habt. Wir hoffen, dass ihr damit einen guten Überblick bekommen habt und stellen euch diese Gliederung auch zum Download als MS Office 2007 Dokument bereit. Mehr Downloads gibt es hier!

Für weitere Fragen stehen wir euch gerne zur Verfügung ;)

Erstellt am Donnerstag 12. März 2009
Unter: Businessplan | Keine Kommentare »

Businessplanwettbewerbe = Verlust des geistigen Eigentums

In dem heutigen Post möchte ich ein auf den Businessplan und -wettbewerbe eingehen.

Zuerst stellen wir uns die Frage:

Was ist überhaupt ein Businessplan (für uns)?

Ich möchte jetzt keine der unzähligen Legaldefinitionen aufgreifen, sondern einfach mal beschreiben, was er für uns ist.

Für uns ist der Businessplan die Verschriftlichung unserer Idee zur Existenzgründung als Komplettpaket. Er ist unser Leitfaden und Controlling-Instrument, wenn es um den Vortschritt des Projektes geht. Angefangen von der Entstehung der Idee, über die Geschäftslogik, das Modell wie wir Geld verdienen wollen bis hin zu der Vorstellung des Teams mit den Aufgaben jedes Einzelnen und der gegenseitigen Kommunikation ist dort alles geregelt. Selbst die Art der Rechtsform und die Funktionsweise dieser mit Entscheidungs- und Vertretungsbefugnisse ist alles schon definiert. Wir haben also den Soll-Zustand in unserem Businessplan formuliert und machen uns jetzt auf den Weg diesesn Zustand – also unser Ziel zu erreichen.

Das Ziel einer jeden Unternehmen ist natürlich positiv zu wirtschaften, was allerdings ein längerfristiges Ziel sein sollte und nicht immer ab der ersten Sekunde gegen ist. Um einmal Geld damit zu verdienen muss man selbst auch etwas dafür tun – also jetzt neben der Konzeption der Idee und Ausarbeitung des Businessplans. In der Regel kann erst Geld verdient werden, wenn man zuvor bereit war selbst (oder andere) Geld in die Idee (bzw. das im Businessplan definierte Ziel) zu investieren. Von hier an hat man nun mehrere Möglichkeiten:

  • Eigenfinanzierung
  • Fremdfinanzierung durch Risikokapitalgeber (Venture Capital)
  • oder sonstige Beschaffung von finaziellen Mitteln.

Der Erste ist wohl der mühsamste Weg, bei dem Zweiten verliert man in der Regel die vollständige Unahängigkeit und kann dafür die Umsetzung relativ schnell erreichen. Der letzte Weg ist da vielleicht der angenehmste – ich bekomme anderweitig Geld um meine Idee umzusetzen. Aber diese birgt noch lange nicht keine Gefahren.

Am Beispiel des Businessplanwettbewerbs möchte ich euch dies verdeutlichen.

Bevor jemand vermutet ich möchte alle Businessplanwettbewerbe schlecht reden und ihr sollt daran nicht mehr teilnehmen – das ist Quatsch! Wir sind ja ein Blog über Erfahrungsberichte und diese wollen wir mit euch teilen und euch somit auch zum nachdenken anregen.

Los gehts! Wir als Startup nehmen nun an einem Businessplan teil. Ist ja erstmal eine tolle Sache es werden ja 50.000 EUR und ein Mentor sowie weitere Zusatzleistungen, wie Schulungen, Beratung und Bürobereitstellung als Ansporn ausgelobt (das ist jetzt ein fiktives Beispiel!!!). In diesem Moment, wo ihr euren Businessplan aus der Hand gebt, habt ihr -objektiv gesehen- keine Macht mehr über die Verteilung und Weitergabe eurer Idee. Auch wir haben einmal an einem Businessplanwettbewerb teilgenommen und genau diese Überlegung angestellt.

Unsere Frage lautet jetzt also – kann man sein geistiges Eigentum schützen und wenn ja, wie?

Wir mussten für uns feststellen, dass es kaum eine Möglichkeit gibt Ideen “patentieren” zu lassen. Und wenn es die gäbe würde es ja reichen ein kleines Detail, z.B.ein Name, eine Komponente auszustauschen und -schwupps- wäre eine “neue Idee” geboren. Man wird auch keine rechtswirksamen NDA’s mit den Veranstaltern der Busninessplanwettbewerbe aushandel können. Die Veranstalter müssten ja sonst für jeden Beurteilenden ein NDA unterzeichnen.

Aber warum jetzt die langen Ausführungen … ? Wie oben schon erwähnt, haben wir auch mal an einem solchen Businessplanwettbewerb teilgenommen und ca. ein dreiviertel Jahr später ist eine Unternehmung mit einer Idee gestartet die unserer sehr ähnlich war. Es ist nicht nachvollziehbar, ob zwischen dem Wettbewerb und dem Launch einen kausalen Zusammenhang besteht – und wir werden es wohl auch nie herausfinden. Mittlerweile haben wir natürlich unser Konzept geändert und verbesssert ;) Stehen sogar mit dem anderen Startup in Kontakt. Aber dieses unterschwellige Gefühl des Betrogenseins (berechtigt oder unberechtigt?) wird wohl immer bleiben.

Meiner Meinung nach ist diese Preisgabe des “Intimsten” einer Gründung schon ein großer Schritt. Man muss sich sicher sein, dass man selbst innerhalb der nächsten paar Monate auf dem Markt Präsenz zeigen wird. Diese Hemmschwelle gilt es zu überwinden, um das deutsche Unternehmertum noch stärker zu fördern! Doch wie kann man jungen Gründern diese Angst nehmen?

Ich habe ein schönes Beispiel gefunden. Der Businessplan-Wettbewerb der Financial Times “enable2start” bieten im Anschluss an die Einsendung des Konzeptes eine Vertraulichkeitszusage an, welche per Fax angefordert werden kann. Die Frage ist lediglich nur, ob dies in einem Extremfall vor Gericht auch bestand haben wird?

Ich hoffe, ich konnte euch mit unser Erfahrung ein wenig für dieses Thema sensibilisieren und zum Nachdenken anregen.

Wünsche allen ein erholsames Wochenende

Erstellt am Freitag 13. Februar 2009
Unter: Businessplan | 2 Kommentare »

verspätete Skype-Telko

Eigentlich ist der Montag unser Tag. Also das heißt der Tag unserer wöchentlichen Konferenz. Aber diese Woche hatten wir beide sehr viel zu tun (z.B. Blog-Parade oder auch Klausuren) deshalb haben wir gerade erst miteinander gesprochen.

War an sich auch recht kurz – die Aufgabenliste für die nächsten Wochen stand nämlich schon fest. Gab nur noch kleine Feinabstimmungen und die Aufgaben mussten priorisiert werden.

  1. Domain

    Das mit der Domain schieben wir mittlerweile auch schon ewig vor uns her. Heute haben wir Nägel mit Köpfen gemacht und die Telefonnummer des Besitzers unserer Wunschdomain ausfindig gemacht (es lebe das Internet!). Ich werde dann nächste Woche einfach mal in New Jersey anrufen ;)
    Dafür habe ich mir ja auch endlich mal Skype-Guthaben besorgt und ich musste zu meinem Erstaunen feststellen, dass die Gebühren echt gering sind *freu*

  2. Blog

    Die Blog-Parade ist ja nun gestern gestartet…hoffe, dass sie sich noch weit verbreiten wird! Also bitte schön bei Twitter retweeten, in Blogs erwähnen oder eben teilnehmen.
    Neues Template muss auch noch her – irgendwie finden wir unseres langweilig. Habt ihr Vorschläge dann immer her damit. Wollen eure wünsche auch gerne mit einbeziehen.

  3. Konzepterstellung

    Durch die Möglichkeit einer Kooperation werden wir unsere Konzepte nocheinmal gründlich überarbeiten. Dabei gehen wir nach folgender Reihenfolge vor:

    1. Businessplan
    2. Finanzplan
    3. Kooperationskonzept
  4. Businessplan-Wettbewerbe

    Im Anschluss werden wir uns wieder aktiv nach Businessplan-Wettbewerben umschauen und auch teilnehmen.

Bei Fragen oder Anregungen einfach melden, wa!

Erstellt am Donnerstag 5. Februar 2009
Unter: Businessplan, Protokolle | 1 Kommentar »

Feinschliff des Marketingkonzeptes

da Mr. & Mrs. Startup “auch” nur Studenten sind und keine Marketingexperten müssen wir uns auch belesen was Marketingkonzepte angeht. Dabei waren die Gastbeiträge von Alexandra-Fee Beyer auf  Deutsche-Startups.de (eins, zwei und drei) sehr hilfreich. Martin Oetting von ConnectedMarketing.de ist auch eine sehr gute Anlaufstelle, wenn man nach neuen Marketingideen sucht (so z. B. virales Marketing). Als Studenten der Wirtschaftsinformatik und Wirtschaftsingenieurwissenschaften ist dies nicht unbedingt Thema einer jeden Vorlesung. Viele wissen zum Beispiel gar nicht, dass der Marketing-Mix bei Dienstleistungen sogar aus 7 statt 4 P’s besteht. Naja, die Fakten kann ja jeder nachlesen.

Heute habe ich mir nocheinmal unser Marketingkonzept vorgenommen und an der einen und anderen Stelle noch ein wenig überarbeitet. Folgende Fragen solltet ihr auf jeden Fall beantworten können (zitiert von deutsche-Startups.de):

  1. Wer ist mein Kunde?
  2. Was will ich ihm verkaufen, also was ist mein Produkt?
  3. Und wie will ich das erreichen?
  4. Was macht die Einzigartigkeit Ihrer Geschäftsidee aus?

Wichtig für uns war auch, das es einen Verantwortlichen und einen Termin für die einzelnen Aktionen gibt. Es bringt nichts, wenn wir super Aktionen haben und keiner steht dafür gerade. Deshalb haben wir uns folgendes überlegt…in unserem Konzept haben wir die einzelnen Aktionen wie folgt gekennzeichnet.

Diese Tabelle ragt über den linken Rand hinaus. Somit können wir auch bei schnellem Überfliegen des Konzeptes direkt die Aufgaben ablesen. Zum Schluss folgt nochmal eine Zeitplanung mit allen Aktionen in einer Übersicht. Für alle die jetzt mehr Interesse an unserem Konzept gefunden haben, stellen wir euch unsere Vorlage für das MarketingKonzept (MS Word 2007) zur Verfügung. Darin enthalten ist (unsere) komplette Gliederung sowie Anmerkungen und Hinweise, was an welcher Stelle eingefügt werden sollte.

Habt ihr Anmerkungen oder Verbesserungsvorschläge einfach her damit.

Wir wünschen noch einen schönen Abend

Erstellt am Donnerstag 6. November 2008
Unter: Businessplan | 1 Kommentar »

Sich selbst aus einem anderen Blickwinkel betrachten

Businesspläne sind die festgehaltene Gründungsidee und sollten deshalb mit besonderer Sorgfalt geschrieben werden.

Bei der ganzen Erfahrungsberichterstattung sollte vor allem auf ein Punkt besonders geachtet werden: Die Betrachtung des Businessplanes aus einer anderen Sichtweise. Die Evaluierung von Businessplänen soll helfen, deren Qualität und Erfolgswahrscheinlichkeit zu verbessern und damit von besonderem Interesse für den Gründer sein (versetzt euch in die Lage eurer Kunden / Zielgruppe)

Wenn euch Fragen austoßen, die Ihr unbedingt geklärt haben wollt bzw. Anregungen habt, dann zögert nicht und kontaktiert uns!

Erstellt am Dienstag 9. September 2008
Unter: Businessplan | Keine Kommentare »

Was ist eigentlich ein Businessplan und wofür schreibe ich ihn?

Anfangen werden wir aus der Sicht der Unternehmensgründer, den Absichten und Aufbau eines Businessplanes. Weiter werden wir versuchen die am meisten auftretenden Problemen sichtbar zu machen, um dann in der letzten Woche den Businessplan aus strategischer Sicht beurteilen zu können.

Der Businessplan als solcher hat immer die Absicht zu informieren und in den meisten Fällen soll er auch Überzeugungsarbeit leisten, vor allem in Bezug auf VC-Geber und Business Angels. Aus Erfahrung wird von den meisten Businessplänen nur die erste Seite gelesen, um dann zu entscheiden, ob diesem eine Chance gegen wird oder er aussortiert wird.

Es ist deshalb essentiell wichtig die Perspektive des Businessplan zu kennen, mit der er evaluiert werden soll, um ein entsprechendes Ziel zu erreichen. Hierbei gibt es im allgemeinen Verständnis 3 Säulen der perspektivischen Ausrichtung.

Adressat

Die grundlegende Unterscheidung zwischen den Adressaten bezieht sich auf die Absichten, die diese mit dem Schriftstück vorhaben. Ob der Gründer selbst, externe Eigenkapitalgeber (z.B. Venture Capital), Fremdkapitalgeber (z.B. Banken) oder Sonstige (z.B. Kunden, Lieferaten), der Businessplan ist Ihre Vistenkarte und sollte dementsprechend angefertigt werden

Inhalt

Zwei mögliche inhaltiche Ausrichtungen sind im Businessplan möglich und sollten entsprechend dem Adressaten angeglichen werden. Eine qualitativ-strategische Ausrichtung des Inhalts bezieht sich weniger auf finanzielle Aspekte, sondern vor allem auf dem Mehrwert und die Perspektive, die die entsprechende Idee einer bestimmten Zielgruppe schafft.
Das Gegenteil dazu beschreibt die quantitativ-finanzielle Ausrichtung des Businessplanes, wobei der Wert auf Zahlen, Fakten, Zyklen und einer positiven Finanzplanung legen sollte.

Zeit

Der zeitliche Horizont sollte einen EInfluss auf Ihren Businessplan besitzen, um den Adressaten mit den richtigen und wichtigen Informationen zu versorgen.

Das gemeinsame Ziel der meisten Adressaten in die Sicherstellung der Nachhaltigkeit der Geschäftsidee. Hierbei ist es insbesondere entscheidend, ob dies durch eine Strategie erreicht wird, die sich auf finanzielle und zeitliche Aspekte auswirkt.

Das Fokus sollte deshalb in jedem Businessplan auf der strategischen Perspektive liegen.

Erstellt am Donnerstag 7. August 2008
Unter: Businessplan | 2 Kommentare »