
Damit Sie mehr von Ihrem Geld haben
Gegründet April 2008, bietet das unabhängige Internet-Portal dem privaten Nutzer (Otto Normalverbraucher) rund ums Geld Informationen, Tipps und Services.
Der USP von Geld-Magazin.de ist, in normalen, leicht verständlichen Worten auch komplexe Themenstellungen aufzugreifen. User können kommentieren, redaktionelle Beiträge bewerten und Finanzprodukte zum Test vorschlagen.
Wie seid ihr auf eure Idee gekommen?
20 Jahre Marketing in Banken und Bausparkassen, sowie seit 1997 im Bereich Neue Medien: da sieht man, was fehlt. Nämlich einmal ehrliche, offene Web-Information vor allem zu Finanzprodukten, zum anderen aber auch die Bündelung aller Bereiche, bei denen man im Privatleben Geld sparen oder ausgeben kann. Dazu fehlte bis Mitte 2008 ein Internetangebot, das redaktionelle Informationen, Bewertungen, die besten Vergleichsrechner zu dem jeweiligen Thema, sowie die Einbringungsmöglichkeit des Useres selbst bündelt. Mit Geld-Magazin.de hoffen wir, diese Lücke geschlossen zu haben! Gründerin Anette Rehm ist so von dieser Idee und dem Ansatz überzeugt, dass sie damit den Sprung in die Selbstständigkeit wagte.
Wie habt ihr den Konzeptionsprozess gestaltet?
Circa 6 Monate nachdenken, gestalten, umschmeissen, neu konzeptionieren … dazu immer wieder die Ideen, Ansätze, Entwürfe, Design mit Freunden, Familie, Bekannten diskutieren ….Die ersten 3 Monate waren sehr hart, denn das war noch neben der bisherigen Arbeit in einem Kreditinstitut, was auch kein „nine-to-five-Job” war.
Welche Tipps habt ihr im Bezug auf Finanzierung von Startups?
Sich nicht auf Zuschüsse und Fördergelder verlassen. Auf jeden Fall den Existenzgründungszuschuss vom Arbeitsamt nutzen. Wir haben Geld-Magazin.de mit unseren privaten Ersparnissen gegründet (zwei Gründerinnen); das lehrt sparsames Wirtschaften, intelligentes und pfiffiges Vermarkten statt großem Bohei mit großem Werbebudget. Die Erfahrung zeigt nämlich, dass dann oft das nötige Nachdenken auf der Strecke bleibt. Wenn keine Ersparnisse da sind: eher Business Angels als VC-Geber suchen, denn dann kann man schnell den Geldhahn zugedreht kriegen, bzw. muss Kompromisse bei Strategie usw. machen/verliert seine Unabhängigkeit.
Was haltet ihr von Gründen mit Komponenten (oder benutzt ihr auch Komponenten)?
Nein,das sagt uns nichts.
Welche Hürden musstet ihr vor und nach eurer Gründung meistern?
Zwei schlimme Erfahrungen: a) die Eintragung der Firma ins Handelsregister (Name passt, bei IHK vorher angefragt, Prozeß lief, dann überlegte es ich die IHK anders und alles wieder von vorne – kostete Zeit, Geld und Nerven) und b) der ursprünglich beauftragte Programmierer für den Launch verschob immer wieder, bis wir ihm entnervt den Auftra entzogen und in einer Hauruck-Aktion zu einer anderen (sehr sehr guten) Internetagentur wechselten, die innerhalb 8 Tagen dann das programmierte, was der Erste nicht auf die Reihe gebracht hat. Denn eine weitere Verschiebung des Starttermins war absolut unmöglich.
Was fällt euch zu folgenden Schlagwörtern ein:
Faszination Entrepreneurship:
nicht zu missen
Businessplan:
zwingt zum Planen, Nachdenken, Bewerten. Sollte man sich immer wieder anschauen bzw. anpassen an die aktuelle Entwicklung.
Gründerteam:
muss passen, man muss sich mehr oder weniger blind verstehen, sonst ist man in Notsituationen verlassen …
Unternehmensstandort:
Internet: whereever you are … also egal
Social Workplace:
dazu fällt uns ehrlich gesagt nichts ein.
Jetzt habt ihr noch die Möglichkeit jemanden zu grüßen (bzw. weitere Erfahrungen mitzuteilen)!
Gruß an die besagte Internetagentur, Lamp Solutions aus Nürnberg, die uns seit letztem Jahr mit Rat, Tat, Programmierung und das zu vernünftigen Konditionen zur Seite steht.